Tiere auf Pflegestelle: Rinder

Im Herbst 2010 erreichte uns ein Hilferuf eines Landwirtes, der verzweifelt nach einer Rettungsmöglichkeit für seine letzten Rinder suchte. Nachdem er weder physisch noch psychisch in der Lage war, ihnen selbst das Gnadenbrot zu geben, war der Transport zum Schlachthof schon bestellt. Hier auf unserem Gnadenhof können jedoch leider keine Rinder gehalten werden, weder haben wir den Platz noch das nötige Know-how für diese Tierart. Retten wollten wir die Rinder dennoch auf jeden Fall! Nachdem wir diese wunderbaren Tiere persönlich kennen gelernt hatten, begann die nervenaufreibende Suche nach einem artgerechten Platz. Alle Gnadenhöfe in Deutschland, die Rinder halten, wurden kontaktiert; sogar ins benachbarte Ausland wurde die Suche ausgedehnt, ohne Erfolg. Es fanden sich zwar Interessenten, doch die wollten alle züchten bzw. wollten sich auf keinen Schutzvertrag einlassen. Und einen Bullen wollte eh keiner haben.

Schließlich fand sich ein Landwirt in Rheinland-Pfalz. Dieser wollte sogar einen Gnadenhof gründen und war der Einzige, der kein Pensionsgeld haben wollte; er habe genug Weide und Heu, erzählte er. Die Tiere wurden also, von uns begleitet, in die Pfalz transportiert und ein Schutzvertrag abgeschlossen. In der ersten Zeit war alles gut, die Weide, die Ställe, der Umgang waren zufriedenstellend. Doch im Laufe der Zeit entpuppte sich der Landwirt als zunehmend unzuverlässig, unglaubwürdig und die Sauberkeit und der Zustand der Tiere wurde zunehmend schlechter. Wir versuchten, einen neuen Platz für die Rinder zu finden, doch vergebens. Dann kam der Punkt, an dem das Veterinäramt eingeschaltet wurde und die Rinder von einem Viehhändler abgeholt wurden. Der Viehhändler erklärte sich bereit, unsere Rinder bei sich unterzubringen, bis ein neuer Platz gefunden sei, wo sie leben dürfen, aber nicht genutzt werden. Er half sogar bei der Suche und hat durch seine Kontakte bei Rinderhaltern in der Region einen Landwirt im Rhein-Hunsrück-Kreis gefunden, bei dem unsere Tiere seit Mai 2014 leben. Die beiden Landwirte versorgen die Tiere liebevoll und fachkundig.

Unsere RinderOben: Max, Monika, Liesl, Martha & Waltraud auf ihrer neuen Weide; links: Max; rechts: Waltraud

Ihre Weide ist 20.000 qm groß und mittig steht ein „Kratzbaum“, den sie gerne frequentieren. Das Waldstück daneben spendet Schatten und hält den Wind ab, in den Offenstall können sie sich bei schlechtem Wetter zurück ziehen.

Waltraud, Max, Liesl, Monika und Martha dürfen, im Gegensatz zu so vielen anderen Rindern, ein entspanntes und glückliches Rinderleben führen, frei von Angst, Ausbeutung und Tod.

Unsere RinderOben links: Martha; oben rechts: Liesl; unten links: Liesl, Waltraud, Max & Monika; unten rechts: Waltraud

Es gibt allerdings einen Wermutstropfen:

Unsere Rinder sind zwar gerettet, aber:
Die Kosten für die dauerhafte Unterbringung pro Tier und Tag beläuft sich auf Euro 2,50 netto. Damit stehen wir Monat für Monat vor dem Problem der Finanzierung: mit der notwendigen tierärztlichen Versorgung, Futter- und Wasserkosten summiert sich der aufzubringende Betrag auf ca. 500,– Euro im Monat! Das können wir unmöglich alleine aufbringen, da wir hier auf dem Gnadenhof mit unseren über 130 Tieren bereits am finanziellen Limit leben.

Unsere RinderLinks: Martha; rechts: Liesl

Wir brauchen nun dringend zweckgebundene Spenden und Patenschaften, damit unsere Rinder am Leben bleiben können. Wir bitten euch deshalb, uns finanziell zu unterstützen. Nur dann können wir gemeinsam Martha, Waltraud, Monika, Liesl und Max ein schönes und langes (mindestens 15 Jahre währendes) Leben garantieren.

Alternativ zu einer Patenschaft oder Spende könnt ihr auch gerne Mitglied in unserem Verein werden. Für die Patenschaften bzw. Geschenkpatenschaften erstellen wir gerne eine Patenschaftsurkunde mit dem Foto des Patentieres und dem Namen des Paten.

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