Tiere auf dem Hof: Schweine

Fast alle Schweine, die auf dem Gnadenhof leben wurden vor einem frühen Schlachttod gerettet. Alle kamen als kleine Ferkel zu uns, von denen einige mittlerweile auch schon ausgewachsen sind. Keine Selbstverständlichkeit für Schweine, da sie oft nicht länger als sechs Monate leben dürfen. Bei uns jedoch dürfen sie alt werden. Sie lieben frisches Stroh, Obst & Gemüse, werden gerne am Bauch gestreichelt und liegen am liebsten faul in der Sonne herum:

Henry & Isabelle beim SonnenbadHenry & Isabelle beim Sonnenbad

Zu den Schweinen auf dem Hof zählen drei Hausschweine, ein Duroc-Schwein, ein Wildschwein und drei Wild-/Wollschweine. Unseren Wild-/Wollschweinen haben wir den alten Gemüsegarten zur Verwüstung überlassen, die anderen teilen sich unseren Hof. Wir füttern, anders als in der Mast üblich, sehr abwechslungsreich mit verschiedenem Getreide und Kraftfutter (das wir täglich für jeden extra zubereiten), sowie Backwaren und frischem Obst und Gemüse, das wir oft gespendet bekommen.

Schweine auf dem Gnadenhof

Oskar

Oskar

Hausschwein Oskar wohnt seit der Gründung Anfang 2007 mit uns auf dem Gnadenhof. Damals noch so groß wie ein Schäferhund hat er seitdem ein paar Pfund zugenommen und wiegt jetzt ausgewachsen ca. 300 kg! Können wir ihm aber nicht verübeln, denn Oskar wurde nicht für ein so langes Leben gezüchtet, sondern für einen frühen Schlachttod mit etwa 80 bis 120 kg nach etwa 200 Tagen. Hausschweine sind allerdings erst mit 4 bis 5 Jahren ausgewachsen! Aufgrund der Überzüchtung (und der zusätzlich angezüchteten Rippe) hat Oskar schon jetzt Probleme mit seinen Knochen. Ohne Schmerzmittel könnte er sich oft schon gar nicht mehr aus dem Stall bewegen. Er wird gerne mit Stroh eingerieben, genießt es am Brauch gekrault zu werden und entspannt gerne in der Sonne. Wenn Oskar richtig gute Laune hat, rennt er grunzend durch den Hof.

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung

Henry

Henry

Henry kam im Alter von ca. 5 Monaten im August 2011 auf den Gnadenhof und lebte, nicht weit von uns, in einer konventionellen Mastanlage. Zu seinem Glück ist Henry ein Kümmerer und wächst nur sehr langsam. So wurde eine Tierschützerin auf ihn aufmerksam und hat sich dafür eingesetzt, dass er nicht als Spanferkel endet. Henry hat sehr viel Spaß am Leben, liebt es, am Bauch gekrault zu werden, rennt gerne mal grunzend durch den Hof und steht gerne im Mittelpunkt.

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung

Isabelle

Isabelle

Die rotbraune Isabelle ist ein Duroc-Schwein (eine Schweinerasse aus den USA) und stammt von einem Bio-Hof. Sie hat deshalb auch kein kupiertes (gekürztes) Schwänzchen, wie das sonst so in der Massentierhaltung der Fall ist. Wie Lola und Henry ist auch sie ein Kümmerer, also ein Ferkelchen, das unterentwickelt zur Welt kam und nur sehr langsam wächst. Deshalb ist sie auch für den Landwirt und die Mast uninteressant, da unrentabel. Er wollte sie zu Ostern als Spanferkel vermarkten und wenn das nicht eine engagierte Tierschützerin verhindert hätte, wäre Isabelle am Spieß gelandet. Praktischer Weise bekommt sie keinen Sonnenbrand, so dass wir sie im Sommer nicht mit Sonnencreme eincremen müssen.

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung

Lola

Lola

Lola kam kurz nach Isabelle zu uns auf den Hof. Ein Angestellter einer Massentierhaltung hatte Mitleid mit Lola und nahm sie mit. Danach hat sie einige Zeit als »Haustier« in einer Familie gelebt, bis diese überfordert war. Schon wenige Stunden nach ihrem Anruf standen sie mit Lola im Gepäck bei uns vor der Türe, nachdem ein anderer Gnadenhof sie aus Platzmangel nicht aufnehmen konnte. Lola und Isabelle sind etwa gleich alt und wachsen als Kümmerer auch beide nur sehr langsam. Eigentlich ganz praktisch. Wäre Lola nur nicht so ein freches Schwein…

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung

Ella

Ella

Wildschwein Ella wurde wahrscheinlich bereits mit einem verkümmertem Vorderbein geboren und konnte deshalb mit ihrer Rotte im Wald nicht mithalten. Spaziergänger fanden den Frischling und brachten sie zu einem Jäger. Dieser tötete sie nicht, sondern zog sie mit der Flasche einige Wochen auf, bis er sie auf einen Gnadenhof in der Nähe von Baden-Baden brachte. Dort konnte sie aber nicht bleiben, so dass sie Ende August 2012 zu uns kam. Sie teilt sich den Stall mit Henry, Isabelle und Lola. Die Vier schlafen immer eng aneinander bzw. übereinander gekuschelt. Ein richtiger Sauhaufen!

Aufnahmegrund: Fundtier

Johnny

Johnny

Wildschwein Johnny verstärkt als Schwein Nr. 9 den Sauhaufen. Als neugeborener Frischling wurde er mit einer Fleischwunde am Oberschenkel von Spaziergängern mit Hund im Wald gefunden. Liebevoll aufgezogen, wollten die Finder Johnny gerne behalten und planten ein schönes Gehege für ihn zu bauen. Doch der zuständige Amtsveterinär erlaubte die Schweinehaltung nicht, so dass er, mittlerweile kastriert und 25 kg schwer, bei uns einzog. Da Schweine nur mit einiger Mühe vergesellschaftet werden können, haben wir Johnny zuerst im Stall, durch Gitter getrennt, mit den zukünftigen Kumpels bekannt gemacht. Anschließend konnten wir ihn mit Henry, Ella, Oskar, Isabell und Lola vergesellschaften. Johnny ist so ein freches Schwein… er liebt es, den gerade aufgefüllten Wassertrog umzuwerfen und legt Wert darauf, dass man es auch sieht. Wenn man ihn streichelt, macht er einen Katzenbuckel sträubt seine Rückenborsten und lehnt sich genüsslich an den Menschen. Hinter den Ohren mag er es am liebsten. Er hat schöne Augen. Er ist sportlich. Johnny liebt Hunde, Schweine, Menschen und vor allem Bälle. Wer einen alten Basketball oder Fußball übrig hat, kann ihn Johnny gerne schenken, zum Dank gibt´s einen Rüsselstempel!

Aufnahmegrund: Fundtier

Wild-/WollschweineVon Links nach Rechts: Henry, Isabelle, Ella, Lola

Wild-/Wollschweine

Die Wild-/Wollschwein-Geschwister Luzie (die Leitbache), Eberhard (der Eber) und Zora (die Kleinste) waren Anfang 2007 die ersten Bewohner unseres Gnadenhofes. Sie haben im Stall ihren Schlafbereich sowie den Platz zum fressen, können jedoch jeder Zeit ins Freigehege wechseln. Der Vater der drei ist ein Wildschweineber, die Mutter ein Mangaliza-Wollschwein. Ursprünglich entstanden aus dieser Liaison sieben Ferkel, doch vier hatte der Bauer dem Metzger versprochen. Unsere drei durften leben nachdem wir den (natürlich überteuerten) Schlachtpreis in bar gezahlt hatten.

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung

Wild-/Wollschweine
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